Glasmosaik - Schön jedoch anspruchsvoll in der Verlegung

Immer häufiger werden im Bau Glasfliesen oder Glasmosaik eingesetzt. Die hervorstechende Eigenschaft von Glas, die Transparenz, läßt anspruchsvolle Gestaltungsmöglichkeiten zu. Der Kreativität sind fast keine Grenzen gesetzt, denn Glasfliesen gibt es in allen erdenklichen Farben und Formen.

Aufgrund der Eigenschaften von Glas, ist die Verlegung dieser Fliesen jedoch nicht ganz einfach. Glas ist ein sehr hartes Material, welches bei mechanischen Druck nur wenig nachgibt und daher leicht bricht. Da Glas porenfrei ist, ist es gleichzeitig auch haftungsfeindlich. Auch die Transparenz macht es für den Fliesenleger nicht leichter, und stellt daher hohe Anforderungen an die Fähigkeiten des Fliesenlegers und an die verwendeten Materialien.

Verschiedene Arten von Glasmosaik

Die Glasmosaikfliesen können von Werk ab unterschiedlich vorbereitet sein. Zum Beispiel gibt es vorderseitig folienverklebtes Glasmosaik. Hierbei werden die einzelnen Mosaiksteine mit durchsichtiger Folie zu einem Blatt zusammengeklebt. Durch die Tranzparenz der Folie lassen sich Fehler beim Einlegen leichter erkennen und korrigieren.

 

Am häufigsten findet man rückseitig netzverklebtes Mosaik. Die einzelnen Steine sind hier rückseitig mit einem Netz zu einem Blatt verklebt. Hierdurch ist die Kontaktfläche um bis zu 50% reduziert. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass sich die Netzverklebung im Einsatz im Dauernassbereich auflösen kann. Gleichzeitig bietet sich so eine mögliche Nährstoffquelle für Mikroorganismen.

 

Die Verarbeitung von Glasfliesen und Glasplatten

Aufgrund der hohen Anforderungen führt bei der Verlegung von Glasmosaiksteinen kein Weg an Profiwerkzeug vorbei. Bearbeitung und Transport erfordern professionelle Glaserwerkzeuge. Gerade das Zuschneiden von Glasfliesen erfordert viel Fingerspitzengefühl. Einzelne Stücke werden, nachdem vorgebohrt wurde, mit einer wassergekühlten Glasschneidemaschine ausgeschnitten. Löcher mit bis zu 10 cm Durchmesser können mit einem Diamantbohrer unter Wasserkühlung gebohrt werden. Bei größeren Löchern sollte die Bohrung beidseitig erfolgen.

Geeignet für das exakte Zuschneiden von Glasfliesen sind auch Höchstdruckwasserstrahlsägen. Hiermit lassen sich Aussparungen leicht herausarbeiten.

Wie beim Fliesenlegen im Allgemeinen, ist beim Verlegen von Glasfliesen besondere auf die Qualität des aufbereiteten Untergrunds zu achten. Der Untergrund muss planeben und verwindungssteif sein.

Bei der Verlegung von transparenten Glasplatten oder Glasfliesen ist besondere Sorgfalt notwendig. Da man Unebenheiten in dem Untergrund teilweise durch die Fliesen hindurch erkennen kann, muss hier besonders gründlich vorgearbeitet werden. Daher ist darauf zu achten, dass der Untergrund absolut eben und sauber ist.

 

Der Fliesenkleber wird anschließend mit einer geeigneten Zahnung aufgekämmt. Die Rückseite der Glasfliese wird vollflächig mit der glatten Seite der Zahnkelle abgespachtelt. Dardurch wird verhindert, dass sich Kleberstege durch die Glasfliese hindurch abzeichen. Danach kann die Fliese eingelegt werden.

 

Beim Verfugen ist die Vorgehensweise bei Glasmosaik und Glasplatten nahezu identisch. Nachdem der Verlegemörtel getrocknet ist, werden Klebereste aus den Fugenkammern entfernt und danach mit einer Gummifugscheibe verfugt. Überflüssiges Material wird mit dem Schwammbrett entfernt. Die Endreinigung wird mit einem Vliestuch erfolgen.

 

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